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Technologiecluster Regensburg
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Technologieorientiert und innovationsfreudig

das waren die Schlagworte der letzten Jahre, wenn es um die Vermarktung von Industriestandorten ging. Die Befürchtungen der 90er Jahre, Deutschland würde im internationalen Wettbewerb den Anschluß verlieren und könne die Kostennachteile als Hochpreisland nicht in ausreichendem Maße durch technologischen Vorsprung und Innovation ausgleichen, scheinen sich nicht bestätigt zu haben. Dieser Eindruck wird zumindest dann vermittelt, wenn Industriestandorte in Deutschland präsentiert, angepriesen und vermarktet werden.

Doch nicht überall, wo Technologiestandort draufsteht, ist auch Technologiestandort drin. Diese Erfahrungen machte auch das renommierte Prognosinstitut aus Basel vor gut 2 Jahren, als es im Auftrag der Wirtschaftswoche die 97 bundesdeutschen Planungsregionen bezüglich ihrer technologischen Kompetenz genauer unter die Lupe nahm.

Das Ergebnis überraschte nur zum Teil. Viele der altbekannten Technologieregionen in Deutschland finden sich auch in der Prognosstudie im vorderen Drittel wieder. Eine echte Sensation stellte jedoch das Ergebnis einer Region dar, die als High-Tech-Region erst seit Mitte der 80er Jahre deutlicher in Erscheinung tritt.

Die Region Regensburg belegte einen 3. Rang nach München und dem Raum Darmstadt, aber vor so renommierten Technologieregionen wie Karlsruhe, Stuttgart, Köln oder Aachen. Regensburg kann sich also zurecht als Top-Technologiestandort vermarkten und tut dies seit einigen Jahren sehr erfolgreich (Rankings).

Regensburgs IndustrieCluster - eine Region profiliert sich

Dass Regensburg unter den Technologiestandorten zu den Geheimtipps zählt, belegt zum einen die Studie des Prognos-Instituts aber auch die kürzlich veröffentlichte Imageanalyse des Stadtmarketing Regensburg e.V. In einer bundesweiten Befragung wurde deutlich, dass Regensburg als charmante Stadt mit mittelalterlichem Ambiente, der steinernen Brücke und den Domspatzen zwar als ein Ort mit höchster Lebensqualität und Freizeitwert bekannt ist, jedoch nicht sofort mit einem erfolgreichen, innovativen Wirtschaftsstandort in Verbindung gebracht wird.

Für die, die schon da sind, ist dies ein Standortvorteil. Sie können das endogene Potential der Region für ihre weitere Entwicklung nutzen und auf harte wie weiche Standortfaktoren zurückgreifen, von denen manch renommierter Standort nur noch träumen kann. Um jedoch weitere technologieorientierte Unternehmen in die Donaustadt zu locken, muss das Profil der Stadt als Technologiestandort weiter geschärft werden.

Sechs Branchen im Fokus

Dabei stehen am Wirtschaftsstandort Regensburg 6 Branchen im Vordergrund:

Automobiltechnik
Elektrotechnik
Energieversorgung und Mittelspannungstechnik
Maschinenbau
Informations- und Kommunikationstechnologien
Biotechnologie

Sie definieren das Profil des Standortes und zeigen die Kompetenzen der Regensburger Unternehmen eindrucksvoll auf.

Automobiltechnik
Ausgehend von der Firmenansiedlung von BMW in den 80er Jahren und dem wachsenden Engagement der Siemens VDO Automotive AG mit Headquarter in Regensburg hat sich mit Zulieferern, Entwicklern und Hochschulen die Automobiltechnik als ein wichtiger Schwerpunkt der Regensburger Wirtschaft entwickelt. Durch die Marktführerschaft der in Regensburg ansässigen Unternehmen und deren anhaltenden Investitionstätigkeiten zählt Regensburg bereits jetzt zu den technologischen Hochburgen im deutschen Automobilbau.

Elektrotechnik
Mit Infineon, Osram Opto Semiconductor, Siemens A&D, Toshiba und vielen weiteren, innovativen Firmen zeigt Regensburg im Bereich der Elektrotechnik Flagge. Ausgehend von den Siemens-Standorten im Westen und Osten der Stadt hat sich in den letzten Jahren das Cluster Elektrotechnik in Regensburg entwickelt. Ob Bauelemente für Handys, Chipkarten, Laptops oder hochmoderne Installationstechnik im Gebäude, alles "Made in Regensburg". Dabei präsentiert sich der Elektrotechnikcluster in Regensburg nicht nur als Produktionsstandort. Viele zukunftsweisende Entwicklungen, wie etwa der EIB (Europäische Installationsbus) traten von Regensburg ihren Siegeszug an.

Energieversorgung und Mittelspannungstechnik
ist ein wichtiger und traditionsreicher Schwerpunkt des Technologiestandorts Regensburg. Hier sind bei den international bekannten Firmen Alstom Sachsenwerk GmbH ca. 800 Mitarbeiter, Maschinenfabrik Reinhausen ca. 1.100 Mitarbeiter und SGB Starkstrom Gerätebau ca. 700 Mitarbeiter beschäftigt. Zudem hat Deutschlands größter regionaler Energieversorger, die E.ON Bayern ihren Sitz in Regensburg.

Maschinenbau
Regensburgs Stärke in diesem Bereich zeichnet sich vor allem durch den Spezialmaschinenbau, Automatisierungs- und Fertigungstechnik aus. Neben KRONES, dem Weltmarktführer für Brauereitechnik, aus dem Landkreis Regensburgs, findet man in Regensburg eine ganze Reihe hochinnovativer Maschinenbauunternehmen, die allesamt eines gemeinsam haben: Hoher Innovationsgehalt und Marktführerschaft in ihrem Bereich. Ob die Fa. Lausmann als Hersteller von Mälzereianlagen, die Fa. MDS im Bereich Fertigungstechnik oder die Fa. Sillner als Produktionsanlagenbauer für die Halbleiterbranche. Sie fühlen sich in Regensburg wohl und erobern von hier aus erfolgreich den Weltmarkt.

Dabei profitiert gerade diese Branche von der Nähe zu Tschechien und deren breitem Angebot an Facharbeitern. Ein großer Teil der Regensburger Maschinenbauunternehmen kooperieren zwischenzeitlich mit unserem östlichen Nachbarn zum Wohl beider Standorte.

Neu entstanden sind die beiden Industriecluster Biotechnologie und Informationstechnologien.

Biotechnologie
Die Biotechnologie gilt als einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte der Zukunft. 1996 gründete sich im Zentrum Ostbayerns ein Initiativkreis aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, der die Chancen der Biotechnologie erkannte und den Ehrgeiz entwickelte, sich im Wettbewerb des Forschungsministeriums mit den besten Biotechnologieregionen zu messen. In der Universität hatten insbesondere die Biowissenschaften eine hervorragende Reputation und bereits mehrere Sonderforschungsbereiche hervorgebracht.

Zudem fand sich mit dem Ausbau des Uniklinikums, der von einer jungen, ambitionierten und unternehmerischen Denkmustern aufgeschlossenen Professorenschaft getragen wurde, ein idealer Nährboden für medizinische Applikationen der Bio- und Gentechnologie. Als Außenseiter gestartet, erzielte Regensburg einen beachtlichen Erfolg im Wettbewerb der Regionen mit einer herausragenden Würdigung für ihre Kernkompetenz "Fluoreszente Bioanalytik". Heute spielt Regensburg in der ersten Liga der wichtigsten Biotechnologieregionen Deutschlands.

Informationstechnologien
Die Profilierung des IT Standortes Regensburg ist ein Beispiel, wie durch Konzertierung und Fokusierung innerhalb weniger Jahre beachtliche Erfolge erzielt werden können. Regensburg hat im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien eine exzellente Ausgangsbasis und sowohl auf Hochschul- als auch Unternehmensebene herausragende Kompetenzen. Mit annähernd 300 zum größten Teil mittelständischen Unternehmen, einigen großen Global Players, dem neu gegründeten Gründerzentrum IT-Speicher Regensburg und kompetenten Lehrstühlen und Fachbereichen in unseren Hochschulen ist Regensburg auf dem Weg, sich Bayern weit und über die Grenzen hinaus vor allem in den Nischen e-Logistik, Telemedizin und Mobile Commerce zu profilieren.

Technologieregion Regensburg - ein Ausblick

Regensburg ist Gewinnerregion. Der Regensburger Hochschulcampus, mit Klinikum, Universität und Fachhochschule in fußläufiger Entfernung, bündelt das wissenschaftliche Know-How der Region und kann den ansässigen Unternehmen Kooperationsmöglichkeiten bieten, die im ostbayerischen Raum einzigartig sind (Technologie-Transfer).

Davon profitieren gerade Unternehmen, die sich in unmittelbarer Nähe zu Hochschuleinrichtungen ansiedeln wollen und sie können somit einen meßbaren Wettbewerbsvorteil aufweisen.

Ein Technologiepark, der thematisch die regionalen Stärken aufgreift und etablierten sowie jungen Unternehmen mit technologischem Hintergrund eine gemeinsame Perspektive bietet, wird in den nächsten Jahren das Bild des modernen aufstrebenden Technologiestandortes abrunden.

Regensburg kann seinen Unternehmen nicht nur hervorragende Flächen und Verkehrsinfrastruktur anbieten, sondern Ihnen eine Perspektive für die Standortentwicklung bieten. Vor allem dann, wenn der Faktor "Human Resources" ein zentrales Thema bei der Standortwahl ist und die Verfügbarkeit hochqualifizierter junger Mitarbeiter aller Ausbildungsrichtungen ein limitierender Faktor vieler Standorte darstellt.

Hier profitiert der Standort Regensburg vom herausragenden Wissenschafts- und Ausbildungspotential des Klinikums, der Universität und der Fachhochschule, die gemeinsam nahezu alle Disziplinen vom Sprachwissenschaftler, Psychologen, Naturwissenschaftler, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler bis hin zu den zahlreichen Ingenieursausbildungen anbieten können und Regensburg in ausreichendem Maß mit Fachkräften versorgen.

 
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