09.03.2010
Neuer Service stellt sicher, dass jedem Haushalt genügend Sammelsäcke zur Verfügung stehen
Bereits seit 1993 werden die in den Regensburger Haushalten anfallenden Wertstoffe – dabei handelt es sich ausschließlich um Verpackungsmaterial - in grünen und gelben Kunststoffsäcken gesammelt und wiederverwertet, um die Müllmengen zu reduzieren, die Umwelt zu schützen und Rohstoffe einzusparen.
Zuständig für das Verteilen und Einsammeln der Säcke ist nicht die Stadt Regensburg, sondern das Unternehmen Meindl, das wiederum für Firmen tätig ist, die sich bundesweit auf dem Sektor der Wiederverwertung von Wertstoffen engagieren. Die Stadt unterstützt die Firma Meindl in dem Bemühen, das Sammeln von Wertstoffen so effektiv wie möglich zu gestalten.
In der Vergangenheit kam es leider immer wieder dazu, dass die verteilten gelben und grünen Wertstoffsäcke entwendet oder zweckentfremdet wurden. In manchen Haushalten standen dann zu wenige, schlimmstenfalls auch gar keine Säcke zur Verfügung. Das sorgte für Ärger in der Bevölkerung und für einen unnötig hohen Verwaltungsaufwand der Firma Meindl. Hinzu kamen die Kosten für die unzähligen Wertstoffsäcke, die nicht für ihren eigentlichen Zweck verwendet wurden.
Deswegen sind die Stadt Regensburg und die Firma Meindl nun übereingekommen, die Versorgung der Haushalte mit Wertstoffsäcken noch weiter zu verbessern. Die Rollen mit Wertstoffsäcken werden zwar, wie schon bisher, an alle Haushalte verteilt. Wenn jedoch – aus welchen Gründen auch immer - nicht genügend oder gar keine gelben und grünen Säcke vorgefunden werden, können die Wertstoffsäcke nun auch von den Bürgerinnen und Bürgern selbst abgeholt werden. Mit dieser zusätzlichen Möglichkeit wollen die Stadt und die Firma Meindl sicherstellen, dass sich möglichst alle Haushalte am intensiven Wertstoff-Recycling beteiligen können.
Zwischen dem 13. und 20. März werden die gelben und grünen Wertstoffsäcke an alle Haushalte verteilt. Helfer legen die Rollenpäckchen im Hauseingang, auf der Türschwelle oder an der Gartentür ab. Die Stadt und die Firma Meindl bitten dringend zu beachten, dass für jeden Haushalt jeweils nur eine Rolle mit gelben und grünen Säcken zur Verfügung steht. Wer mehr mitnimmt, erschwert das Wertstoffrecycling der Nachbarschaft.
Zusätzlich zur gewohnten Verteilung der Wertstoffsäcke hat Rechts- und Umweltreferent Dr. Wolfgang Schörnig die Initiative ergriffen, um den Service für die Bürgerinnen und Bürger weiter zu erhöhen und eine ausreichende Versorgung mit den Sammelbehältnissen sicherzustellen. In den Briefkästen aller Haushalte ist am 10. März 2010 jeweils ein Coupon zu finden, mit dem sich die Bürgerinnen und Bürger selber Wertstoffsäcke abholen können, falls diese bereits vergriffen sind. Die Sackrollen werden ab dem 25. März 2010 an zehn Ausgabestellen bereitgehalten, deren Adressen auf den Coupons vermerkt sind.
Der Coupon gilt auch dann, wenn in einem Haushalt im Lauf des Jahres die Wertstoffsäcke ausgehen und weitere Säcke benötigt werden. Wichtig ist, dass bei der Abholung der Wertstoffsäcke auf dem Coupon die Adresse vermerkt ist.
Werden darüber hinaus Wertstoffsäcke benötigt, kann ein weiterer Abholcoupon bestellt werden: Entweder im Internet unter www.entsorgungsdaten.de oder per Anforderungskarten, die in den Bürgerbüros der Stadt erhältlich sind.
Rechts- und Umweltreferent Dr. Wolfgang Schörnig weist nochmals darauf hin, dass die Wertstoffsäcke auf keinen Fall für Restmüll gedacht sind, sondern ausschließlich für das Einsammeln von Verpackungsabfällen. Im gelben Sack werden Kunststoffe und Styropor gesammelt, im grünen Sack Metalle, Dosen, Getränkeverbundverpackungen, Aluschalen und -Deckel.
Die Wertstoffsäcke sollen vollständig gefüllt und verschlossen erst am Abholtag bereitgestellt werden. „Wenn die Säcke schon ein, zwei oder noch mehr Tage vor der Abholung am Straßenrand stehen, dann ist das wirklich kein schöner Anblick. Außerdem kommt es leider immer wieder vor, dass Wertstoffsäcke mutwillig aufgerissen werden.
Recycling lebt vom Mitmachen: Im Jahr 2009 wurden etwa 2700 Tonnen gelbe und grüne Säcke im Stadtgebiet gesammelt. Dies entspricht den Mengen der Vorjahre. Die in Regensburg gesammelten Verpackungsabfälle werden in drei Sortieranlagen in Erding, Schwandorf und Porta Westfalica aufbereitet:
Anhand der gesetzlichen Vorgaben kann jeder Haushalt überprüfen, ob er beim Sammeln von wiederverwertbaren Abfällen im „grünen Bereich“ liegt. Laut Gesetz müssen in Deutschland im Jahresmittel mindestens folgende Mengen an Verpackungen in Masseprozent einer stofflichen Verwertung zugeführt werden:
Glas 75 Prozent
Weißblech 70 Prozent
Aluminium 60 Prozent
Papier, Pappe, Karton 70 Prozent
Verbundstoffe 60 Prozent
Kunststoffe 60 Prozent
Rechts- und Umweltreferent Dr. Wolfgang Schörnig weist darauf hin, dass sich die Mühe der Abfalltrennung und der Wiederverwertung lohnt: „Durch das Recycling von Verkaufsverpackungen in Deutschland wurde im Jahr 2007 ein Primär-Energiebedarf eingespart, der dem Jahresverbrauch von annähernd 410 000 Bundesbürgern entspricht. Zudem wurde rechnerisch die Emission von 1,5 Millionen Tonnen an CO2 vermieden.“