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Elektrochips für Mülltonnen


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Neues Behälteridentifikationssystem wird eingeführt

Abfalltonnen bekommen einen „Personalausweis“: Ohne Foto zwar, aber fälschungssicher. In der Zeit von Anfang September bis Ende des Jahres 2008 führt die Stadt Regensburg ein neues System zur eindeutigen Kennzeichnung der Restmülltonnen ein. Dazu werden alle Restmüllbehältnisse mit einem so genannten Transponder ausgestattet. Dieser kleine Chip macht jede Tonne unverwechselbar. Durch die elektronische Kennung können Abfallbehälter eindeutig identifiziert und zugeordnet werden. Das macht das System Müllabfuhr transparenter, vor allem aber effizienter, weil die Tourenplanung noch genauer als bisher abgestimmt werden kann.
Maßnahmen wie diese sind Voraussetzung dafür, dass Regensburg bei den Müllgebühren auch in Zukunft die günstigste Kommune in ganz Bayern ist.

Welche Vorteile bringt das neue System?

Gegenüber dem alten Gebührenmarkensystem, bei dem die Tonnen jedes Jahr neu gekennzeichnet werden mussten, hat der Tonnenchip erhebliche Vorteile: So können unmittelbar beim Entleeren die bei der Stadt angegebenen Tonnendaten, d.h. Tonnengröße und Tonnenstandort abgeglichen werden. Versehentliche oder absichtliche Doppelentsorgungen gehören so der Vergangenheit an. Denn der Tonnenchip registriert auch den Zeitpunkt der Leerung.
Während des Umstellungszeitraumes wird die Müllabfuhr die Tonnen Schritt für Schritt mit dem neuen Chip ausstatten.

Zeitplan zur Einführung

  1. Ab dem 8. September 2008 wird an jeden Eigentümer von Restmülltonnen ein Informationsschreiben versandt, dem Identifikationsaufkleber nach Anzahl der angemeldeten Tonnen beigefügt sind. Wohnungsbaugesellschaften oder Eigentümer mehrerer Anwesen erhalten nur ein Schreiben.
  2. Die Eigentümer oder deren Beauftragten (Hausmeister) bringen die Identifikationsaufkleber zur fehlerfreien Zuordnung der Restmüllbehälter auf dem Deckel der betreffenden Mülltonnen an. Vorher bitte Angaben zu Behältergröße und Objektanschrift auf dem Aufkleber genau prüfen.
  3. Ab dem 23. September 2008 erhalten alle Mülltonnen, die diesen Aufkleber haben, einen Transponder, sowie ein dauerhaftes Behälteretikett mit exakten Gefäßdaten. Die Mitarbeiter, die die Transponder anbringen, erhalten ein Legitimationsschreiben oder einen Ausweis der Stadt Regensburg, der auf Verlangen vorzuzeigen ist.
  4. Nach Ausstattung aller angemeldeten Restmüllbehälter mit Transponder (Mikrochip) und Etikett werden nur noch diese durch die städtische Müllabfuhr geleert. Dabei wird die Identität der Tonne sowie der Entleerzeitpunkt erfasst und im Bordcomputer des Müllwagens gespeichert.
  5. Nicht entleerberechtigte oder zum Zeitpunkt der Entleerung noch nicht angemeldete Gefäße kann das Müllpersonal durch manuelle Eingabe trotzdem leeren. Ein solcher Entleervorgang wird jedoch vom System erfasst und löst eine entsprechende Nachbearbeitung aus.

Elektrochip für Mülltonnen

Daten und Fakten

  • Die Kosten des Behälteridentifikationssystems belaufen sich auf ca. 350 000 Euro. Dadurch, dass das jährliche Bekleben der Tonnen mit den Müllmarken entfällt und durch das System Gebührenausfälle vermieden werden können, haben sich die Kosten für Anschaffung und Einführung in zwei bis drei Jahren amortisiert und es können Kosten gespart werden.
  • Es werden ca. 26 000 kleine (60 bis 240 Liter) Behältnisse und ca. 4 000 (1 100 Liter) Container mit Transponder und Etikett ausgestattet. Bei den kleinen Tonnen beläuft sich die Komplettausstattung inklusive Montage auf 4,30 Euro, bei den Containern auf 7,40 Euro.
  • Rechtliche Grundlage für die Kennzeichnung ist
    § 16 Abs. 4 Abfallwirtschaftssatzung – AbfS
  • Mit der Austattung ist die Firma MOBA aus Dresden beauftragt. Die seit 1991 bestehende Firma MOBA hat in 60 Kommunen schon ca. 3 Millionen Müllbehältnisse mit Transpondern ausgestattet.

Bei weiteren Fragen und für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des Amtes für Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Fuhrpark unter Tel. 507-2313 oder -2705.

Elektrochip für Mülltonnen

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