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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
vor kurzem hat mich mein griechischer Freund, der Bürgermeister der Welterbe-Stadt Kérkyra besucht, den ich heuer im Sommer anlässlich eines Urlaubs mit Freunden auf Korfu kennengelernt hatte. Ich habe Ihnen ja bereits davon erzählt. Er hat uns damals in seinem prächtigen klassizistischen Rathaus mit großer Herzlichkeit empfangen und für mich war es natürlich selbstverständlich, dass ich ihm die gleiche Ehre zuteil werden lasse.
Es war ein Freundschaftsbesuch, aber natürlich haben Sotiris Mikalef und seine beiden Begleiterinnen sich bei ihrem zweitägigen Aufenthalt an der Donau vor allem darüber informiert, wie wir Regensburger mit unserem Welterbe umgehen. Nach Gesprächen mit mir, unserer Planungs- und Baureferentin und dem Welterbekoordinator hat er mir gesagt, er sehe jetzt mit eigenen Augen, dass die Regensburger sehr verantwortungsbewusst mit dem Denkmal Altstadt umgehen würden, denn es sei ihnen gelungen, die Lebendigkeit der Stadt zu erhalten. Er betonte auch, dass er viele seiner Erkenntnisse, die er in Regensburg gewonnen hat, in seiner Heimatstadt umsetzen wolle.

Ich habe meinem griechischen Freund unseren Welterbeführer in englischer Sprache als Geschenk überreicht und er hat mir zwei Bildbände über die Kultur in Korfu geschenkt. Als besondere Überraschung durfte er natürlich unseren Regensburger Stadtwein kosten und er, der die sonnenverwöhnten Reben des Mittelmeerraumes gewohnt ist, hat sich sehr anerkennend über die Qualität unseres Barrique-Rotweins geäußert.
Wir haben beide festgestellt, dass wir voneinander lernen können und wir haben uns vorgenommen, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. Regensburg und Kérkyra gehören zu den jüngsten UNESCO-Welterbestätten in Europa – allein schon diese Tatsache regt dazu an, zusammenzuarbeiten! Noch viel stärker wiegt aber, dass wir mit ähnlichen Problemen in unseren historischen Innenstädten zu kämpfen haben und gegenseitig von Lösungsmöglichkeiten profitieren können. Deshalb glaube ich, dass grenzüberschreitende Freundschaften wie diese nicht nur zur Völkerverständigung führen, sondern auch dazu, dass Probleme optimal gelöst werden können.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Hans Schaidinger
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